Wettergeschehen im Juli

An Magdalena regnet’s gern. Meist beginnt der Juli, der von unseren Altvorderen „Heumond“ oder „Bärenmond“ genannt wurde, mit einer Hochdrucklage, die warmes Wetter beschert.juli
Doch schon vom 05. bis 11.07. zeigt sich eine Tendenz zu wechselhaftem Wetter mit kühler Meeresluft und Niederschlägen. Als ein wichtiger Lostag im bäuerlichen Jahr gilt der Siebenbrüdertag (10.07.). Er stellt wie der Siebenschläfer (27.06.) eine günstige Gelegenheit für eine volkstümliche Wetterprognose dar. Wie sich nämlich das Wetter um Siebenbrüder gestaltet, so wird es in den nördlichen Binnenlandregionen in zwei von drei und im Süden in vier von fünf Jahren im Hochsommer sein.
In der Zeit vom 12. bis 18.07. stellt sich häufig Hochdruckwetter mit sonnig-heißen Temperaturen ein. Am 23.07. beginnt die bis zum 23.08. währende Hundstagsperiode, in der die Sonne im Tierkreiszei-chen „Löwe“ steht.
Die Bezeichnung „Hundstage“ ist auf das Sternbild des Großen Hundes (Canis Major) zurückzuführen. So wird ab dem 23.07. der 8,8 Lichtjahre von der Erde entfernte, mit der Sonne am Osthorizont aufgehende Doppelstern Sirius am Maul des Großen Hundes sichtbar. Er entschwindet unseren Blicken am 23. August. Herrscht Anfang August eine Hochdruckwetterlage mit Kern über Osteuropa vor, so sind die Hundstage für dann auftretende extreme Hitze berühmt, um nicht zu sagen berüchtigt. Auffallend ist jedoch die Tatsache, dass die heißesten Tage seit etwa 1850 nicht mehr Anfang August, sondern meist schon Mitte des Monats auftreten.
Als einer der regenreichsten Tage im Jahr wird der 22.07., der Namenstag von Maria Magdalena, angesehen.
Von besonderer Wichtigkeit ist auch der Jakobstag, der laut Bauernkalender am 25.07. begangen wird. Die Tage um Jakobus, der als Wetterherr und als Patron Spaniens und Portugals sowie der Apotheker, Hutmacher, Kettenschmiede, Drogisten, der Äpfel und Feldfrüchte verehrt wird, gelten als gewitterreichste Zeit des Jahres. Frühe Äpfel, die jetzt gepflückt werden können, bezeichnet man als „Jakobsäpfel“, Kartoffeln, die um Sankt Jakobus gerodet werden, als „Jakobskartoffeln“.